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Basar Buttenhausen

Detailansicht:

Inklusion in der Stadt

Im Herzen von Reutlingen leben

Die BruderhausDiakonie hat gegenüber der Stadthalle ein Wohnhaus für Menschen mit Behinderung errichtet. Eine Arztpraxis ergänzt das Angebot.

Schlüsselübergabe für ein neues Zuhause.

Neuer Wohnraum

So selbstständig wie möglich in den eigenen vier Wänden leben und gleichzeitig Assistenzleistungen in Anspruch nehmen können – diesen Wunsch vieler Menschen mit einer Behinderung erfüllt das neue Wohnhaus der BruderhausDiakonie in der Gustav-Werner-Straße 9 in Reutlingen. 18 Einzelappartements sowie drei Wohnungen für Paare oder Wohngemeinschaften bietet das Haus. Eine Arztpraxis im Haus gewährleistet die medizinische Versorgung. "So wird sichergestellt, dass auch Menschen in besonderen Lebensumständen eine gute medizinische Betreuung erhalten", sagte Lothar Bauer, Vorstandsvorsitzender der BruderhausDiakonie.

Der Apartmentcharakter lasse Raum für eine eigenständige Lebensführung samt sehr guter Erreichbarkeit beispielsweise von Kulturveranstaltungen, erklärte Christan Freisem, Leitung BruderhausDiakonie Region Reutlingen Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie. Zugleich werde das Gebäude mit seiner Fassade aus grauem und dunklem Glasfaserbeton den städtebaulichen Anforderungen der Stadt gerecht, erläuterte Architekt Christopher Schenk, PLAN_i architekten, bei der Eröffnungsfeier am 22. Januar 2019. Die ersten Bewohnerinnen und Bewohner sind im Dezember vergangenen Jahres eingezogen. Für den Neubau hat die BruderhausDiakonie rund 3,8 Millionen Euro investiert.

Individuelle Assistenzleistungen anbieten

„Lebensqualität, Selbstständigkeit sowie Sicherheit sind Leitplanken des Hauses“, sagte Christian Freisem. Die ambulanten oder stationären Assistenzleistungen sind auf die individuellen Wünsche und den jeweiligen Bedarf der Bewohnerinnen und Bewohner abgestimmt. Fachkräfte der BruderhausDiakonie beraten sie und stellen die individuellen Unterstützungsleistungen sicher. Andreas Bauer, Sozialdezernent des Landkreises Reutlingen, lobte das Konzept, das dem Bundesteilhabegesetz entspreche: „Das Haus Gustav-Werner-Straße 9 ist ein großer Schritt zu ganz selbstständigem Wohnen mit ganz unterschiedlicher Unterstützung, direkt angebunden an die Stadt.“ Auch Dekan Marcus Keinath würdigte das Konzept: "Der Stadt Bestes wird hier sichtbar".

Die Räume im Gebäude sind für stationäres und ambulantes Wohnen geeignet. Die Bewohnerinnen und Bewohner können intensivere Pflegeleistungen in Anspruch nehmen, ohne ihre Wohnung verlassen zu müssen. Auch ein Umzug in ein Wohnangebot mit intensiver Betreuung und Pflege ist am Standort möglich. Das Wohnkonzept kann darüber hinaus auch für Trainingswohnen oder ein Eltern-Kind-Angebot genutzt werden.

Teilhabe am gesellschaftlichen Leben fördern

Die zentrale Lage des Wohnangebots im Herzen von Reutlingen fördert die Teilhabe am gesellschaftlichen Leben. Einkaufsmöglichkeiten, Kulturveranstaltungen, Vereine und Kirchengemeinden in der Nähe ermöglichen es aktiv Kontakte zu knüpfen. „Dies macht das Wohnhaus zu einem besonderen Knoten im Netzwerk der BruderhausDiakonie“, sagte Christian Freisem, Leitung BruderhausDiakonie Region Reutlingen Behindertenhilfe und Sozialpsychiatrie. Inklusion und Teilhabe bedeute, dass jeder Mensch dazugehöre, so Christian Freisem. Die Menschen mit Behinderung leben „unübersehbar mittendrin“, betonte Dekan Marcus Keinath.

Ein Aufenthaltsraum mit Küchenzeile und TV-Anschluss kann für gemeinsame Aktivitäten genutzt werden. Veranstaltungen im Jahresverlauf wie zum Beispiel eine Weihnachtsfeier oder eine Faschingsparty fördern das Gemeinschaftsgefühl. Die Dachterrasse mit einem großartigen Blick über die Reutlinger Altstadt bietet Erholung und Entspannung. Gute Voraussetzungen um „neue Wurzeln zu schlagen“, ermutigte Lothar Bauer, Vorstandsvorsitzender der BruderhausDiakonie, die Bewohnerschaft.

Foto: BruderhausDiakonie

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